Daten, Fakten, Historisches zum 190er
Die Baureihe 201 (1982-1993) - Als Motorsportler
Der 190 E 2.5-16 ist auch die Basis für die bei der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) eingesetzten Rennsport-Tourenwagen der Gruppe A. Als homologiertes Ausgangsmodell entsteht der Mercedes-Benz 190 E 2.5-16 Evolution mit dem Motor M 102 E 25/2, der für die Renneinsätze noch weiter modifiziert wird. Mit dem Typ 190 E 2.5-16 Evolution II kommt ein Jahr später die nächste Entwicklungsstufe. Der wieder auf dem Genfer Automobil-Salon vorgestellt Serienwagen leistet jetzt 235 PS (173 kW) und erlaubt nochmals verbesserte Fahrleistungen.
Mercedes-Benz rüstet seit Februar 1989 im Rahmen der Initiative „Diesel '89“ alle Pkw-Dieselmodelle mit überarbeiteten Motoren aus, deren Partikelemission durch Verbesserung des Verbrennungsablaufs um 40 Prozent reduziert worden sind. Damit arbeiten die verbesserten Dieselmodelle praktisch rauchfrei und erfüllen auch ohne Rußfilter die strengen Partikelgrenzwerte der Vereinigten Staaten. Möglich wird dieser Fortschritt durch eine neu konstruierte Vorkammer mit Schrägeinspritzung, die eine effizientere Verbrennung gewährleistet. Zusätzlich erhalten die Einspritzpumpen aller Diesel-Saugmotoren eine Höhenkorrekturdose, um die Emissionen auch bei Höhenbetrieb niedrig zu halten. Angenehmer Nebeneffekt der neuen Diesel-Technik ist eine Leistungssteigerung von 3 PS (2 kW) beim 190 D und von 4 PS (3 kW) beim 190 D 2.5. Die Diesel-Pkw mit Turbomotoren erhalten bereits im September 1988 Motoren, die mit einer vergleichbaren Technik ausgestattet sind – der 190 D 2.5 Turbo mobilisiert seither 126 PS (93 kW).
Eine aufwändige Abgasreinigungsanlage reduziert von 1990 an die Schadstoffemissionen weiter. Dazu setzt Mercedes-Benz auf einen speziell für Dieselmotoren entwickelten Oxidationskatalysator, der mit einer Abgasrückführung kombiniert wird. Das sehr effiziente System ist als Sonderausstattung von Oktober 1990 an zunächst für Diesel-Pkw mit Saugmotor zu haben, ein halbes Jahr später dann auch für die Turbodiesel-Typen.
Als neue Ausstattungsvariante kommt im Juni 1989 das SPORTLINE-Paket für den Typ 190 auf den Markt. Erhältlich ist diese Ausrüstung für alle Modelle mit einer um 21 Millimeter tiefergelegten Karosserie, straffer abgestimmten Federn und Stoßdämpfern, Leichtmetallrädern der Dimension 7 J x 15 mit Breitreifen im Format 205/55 R 15 sowie der Sitzanlage des Sechzehnventilers. Eine Ausnahme bildet der schon serienmäßig sehr sportlich aufgebaute Typ 190 E 2.5-16.
1990 endet die Epoche der Benzinmotoren mit Vergaser bei Mercedes-Benz. Das gilt auch für die Baureihe W 201, wo der Typ 190 E 1.8 den mehr als sieben Jahre lang gebauten Typ 190 ablöst. Das neue Aggregat hat einen Hubraum von 1797 Kubikzentimeter und leistet mit Katalysator 109 PS (80 kW). Der neue Motor wird aus der Zweiliter-Maschine des 190 E durch Verringerung des Kolbenhubs abgeleitet und besitzt wie dieser eine mechanisch-elektronisch gesteuerte Einspritzanlage Bosch KE-Jetronic.
Quelle: Daimler Chrysler Media/Daimler Media
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