Presse-Bereich vom Team Stadler Motorsport
Hessisch/Niedersächsische Allgemeine vom 02.06.2008
Mit 300 PS am Ring
Hann. Münden. Auch am diesjährigen "24 Stundenrennen" auf dem Nürburgring war mit dem Team Stadler Motorsport ein Mündener Bolide am Start. Die Mündener hatten ihren Mercedes Benz EVO2 für Langstreckenrennen in der Klasse bis 2,5 Liter Hubraum rennfertig aufgebaut, wobei sie in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf den neuen Motor legten. Das Ziel der Schrauber: ein standfester Motor um die 280 PS, der den Strapazen eines 24-Stundenrennens gewachsen war. Am Ende entlockten sie ihrer Maschine - zur eigenen Überraschung - Spitzenleistungen von bis zu 300 PS.
Als es am Samstag auf den Nürburgring ging, bekam Startfahrer Sebastian Sauerbrei die Stallorder mit auf den Weg, sich, solange das Feld noch eng zusammenlag, aus allen Zweikämpfen heraus zu halten. Erst wenn es sich auseinander zog sollte er versuchen, sich nach vorne zu schieben. Als die Nacht hereinbrach zwang einsetzender leichter Regen das Team dazu, Intermediate-Reifen aufzuziehen. Für den erforderlichen Boxenstop (Reifen- und Fahrerwechsel, Tanken und Kurzinspektion) benötigte das eingespielte Service-Team weniger als zwei Minuten. Der nun von Thorsten Stadler durch die Nacht pilotierte Mercedes verbesserte sich auf der feuchten Fahrbahn vom fünften auf den dritten Platz, auf dem Stadler den Wagen dann im Morgengrauen an den dritten Fahrer des Teams übergab, den Fahrzeugeigner Ernst Sinowzik. Am Sonntag kam dann eine Stunde vor dem Rennende der hinter dem Mercedes platziert Honda bedrohlich auf; Stadler übernahm noch einmal für die letzten 60 Minuten, fuhr in dieser Zeit voll auf Angriff (ihm gelang dabei die schnellste Runde des Rennens) und behauptete so den dritten Platz bis zur Zieldurchfahrt.
Das nächste Rennen des Teams steigt am 22. Juni in Spa-Franchorchamps (red/eko)
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